Giving Names

b”h

What I’ve observed lately is, that many people surprisingly carry very similiar names. Not that I haven’t known this before, it’s just that now I pay more attention to the importance of names. And what do I see?

People are being randomly named. The criteria for namig one’s babies are often quite trivial. Very often the most persuading reason for a mum or a dad to name their childern XYZ is cause they themselves like the name.

Now, it’s not that one should feel uncomfortable with his child’s name, never!

The question is whether this should be the only criteria.

Haven’t this occured to you at least once in your life that a person’s name seemed unfitting or even senseless to you? Lately, my friend who’d been named the same as hundreds of thousands of other girls in the same city and having as at least 5 of her friends being called the same, told me that this name (Anya) is not a name but rather a collective term.

Which is a remarkable statement – remarkably sad.

I feel there is an inflation of  names taking place, hand in hand with an inflation of meaning. Names, for example in Judaism, are supposed to be reflections of a person’s being, “summarising” the personality of someone in a word. Hebrew, the Jewish language, is a very compressed and accurate language. If you name a person in Hebrew, it doesn’t go after how lovely or strong the syllables sound. The name says its meaning out loud without compromise. And since its meaning is compressed in it, you can have various persons with the same name and still they would all be individual.

In an “inflation of names”, the individuality and importance of the person carrying the name becomes absolete. A carelessly given name implifies the carelessness for a person’s being. 

It happens when parents, giving names to their children, rather focus on their own taste, therefore “directing” their intentions towards themselves and not towards the child and its future being.

No doubt, this also happens with Hebrew names in our time when a certain name trend overthrows traditional ways of name-giving. Shortcuts,  senseless variations and unisex names all diminish the meaningfulness of a name. Yet still, in the most cases, Hebrew names more than others have retained their original meanings while names in other languages and cultures have often lost  or forgotten theirs by now.

Isralike

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Vibrancy

b”h

Hello my dear every-now-and-then readers,

this time I would like to share with you a thought on a quality of life called vibrancy.

Good friends have vibrancy.

Good discussions have vibrancy.

Sparkling thoughts which, after that one good discussion or two, can be heard, felt and even seen flying around in the air – all have vibrancy.

A good ride in a car with fresh air and joyful, positive music and good friends altogether makes it all vibrant and exciting.

A song sung with closed eyes out of exhiliration – not alone, but together with others who also close their eyes or leave them open – this is vibrancy.

Good food and good sleep give you power to feel the vibrancy and to experience it fully.

And all this done with a clear mind, an open and loving heart freed of negative thoughts, negative deeds and a hope for the future – all they share this vibrancy of life. I believe you can experience it at no matter what age as long as you possess and make yourself want to possess this pure heart and gain a joy which comes from within of you. When you turn on the music cause it sings within you.

This is a holiday.

Feeling vibrancy tells you – you’re alive.

(Thank you Wuppertal, Rav Aharon, Yana, Basya, Yankel, Sash…)

Isralike

Was Yom Kippur und Zähne gemeinsam haben

b”h

Gedanke zum heutigen Abend. – Gedanke zu Yom Kippur…

Nicht nur ein Gedanke, sondern auch für mich selbst eine Anregung zum Weiterdenken.

Es sind mir gestern Zähne gezogen worden. Weisheitszähne. Die lagen bei mir tief im Kiefer und bedurften eines operativen Eingriffs. Keine schlimme, aber auch keine schöne Angelegenheit. Weiß G-tt nichts Gefährliches, nichts Neuartiges, nichts Aufsehenerregendes.

Ein Außenstehender würde sagen, mir ginge es gut. Es kommt auch eigentlich so rüber. Keine Körperfunktion ist dadurch beeinträchtigt. Es geht mir also offiziell gut.

Mein Körper und ich, wir sind da etwas anderer Meinung.

Zunächst einmal – Es tut weh, es drückt, schmerzt, zieht, pocht, schwillt an, blutet. Es ärgert ungemein. Es stört beim Sprechen, Kauen, Schlucken, Lachen, sogar beim Gehen. Kopf und Augen schmerzen ebenso.

Der Körper funktioniert, das stimmt. Aber in diesem Moment, solange die Wunde nicht verheilt ist, bin ich selbst noch “ganz Mund”. Was interessiert mich mein gesundes Bein, wenn mein Kiefer explodiert? Was kümmert mich mein gutes Gehör, wenn meine Backe schwillt? Ich kann noch so sehr über mein tolles Immunsystem nachdenken, aber eigentlich will ich nur kühlen, Tabletten schlucken und schaudere immer noch beim Gedanken an meine Wunden im Mund.

Es ist ist nur ein kleiner Teil von hunderten von Einzelteilen, aus denen ich bestehe, der hier angegriffen ist.

Und trotzdem – ich bin mir dessen mehr als bewusst.

Was sollte es mir, uns allen vor dem jüdischen Yom Kippur, dem Tag der Versöhnung und des Neuanfangs, sagen?

Yom Kippur ist ein Tag des Bewusstseins. Wir sollen Rechenschaft ablegen über das, was wir sind, wo wir stehen, wohin wir gegangen sind und wohin wir eigentlich kommen möchten.

So wie unser Körper aus vielen Organen besteht, so besteht unser Leben aus vielen Entscheidungen und Taten. Aus kleineren und aus größeren. Und jede dieser Taten bringt uns irgendwohin weiter.

So wie ich mir, wie jetzt so akut, meiner kleinsten Stellen im Körper bewusst bin; so wie ein Schmerz an nur einem von vielen gesunden Orten mich erfüllt und mir keine Ruhe lässt – so sollten uns an diesem und an allen weiteren Tagen unsere kleinsten Vergehen und Taten bewusst werden. Dass wir uns im Klaren sind, wieviel ein einzelner Schritt, ein einzelner Satz Gewicht haben kann. Wir sollen uns dessen so bewusst werden, dass eine jede unserer Nachlässigkeiten uns schmerzt und  ärgert! – Es wird uns von der Tat, was auch immer es war, reinigen und wir werden uns für die Zukunft merken, dieses Vergehen zu unterlassen. Wir werden es mit dem ganzen Herzen wollen.

Und das wird dann Tshuva heißen, Rückkehr, das Ziel von Jom Kippur.

—–

Und noch ein weiterer Gedanken, verbunden mit der Idee von der Liebe des Volkes Israel (אהבת ישראל):

So wie ein einzelnes Körperteil uns als ganzem Menschen manchmal schmerzt und bewusster wird als alle anderen Organe zusammen, so sollte es für uns mit den einzelnen Juden des Volkes Israel sein. Davon, dass mein Zahn gezogen wurde, werde ich (hoffentlich) nicht ernstlich krank werden; davon, dass meine Klassenkameraden nicht wissen, dass sie jüdisch sind, wird mir persönlich nichts passieren. Davon, dass in Israel wieder zwei Juden im Auto erschossen wurden, spüre ich sicherlich nichts auf meiner Haut.

Womit man aber einen Unterschied machen kann, ist, wenn das alles einem bewusst ist – und nicht gleichgültig.

Wenn all das, was einem einzelnen Juden als Juden zustößt, auch mich ins Herz trifft. Wenn mir die einsame jüdische Oma im Haus nebenan oder die leeren Plätze in der Synagoge am Feiertag genauso Kopfschmerzen bereiten wie die schmerzliche Abwesenheit meines Zahns.

Denn wir sind alle ein Körper. Eine Einheit. Und alle ein Teil eines Ganzen – Am Israel.

Das sollte uns immer vor Augen sein.

In diesem Sinne,

ein besinnliches Fasten und ein besinnliches Leben danach.

“Auch das ist zum Guten.”

גם זו לטובה

(Rabbi Akiva)

 

Isralike

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